Plattformen und Datenübermittlung

Gem. § 18 Abs. 11 UStG müssen Unternehmer, die nicht selbst Steuerschuldner sind, aber Lieferungen an Nichtunternehmer durch Nutzung einer elektronischen Schnittstelle (Plattform, Marktplatz etc.) unterstützen, Aufzeichnungen über diese Umsätze führen. Diese Aufzeichnungen sind auf Verlangen den Abgabenbehörden elektronisch zu Verfügung zu stellen.

Mit Verordnung des BMF vom 20.11.2020, BGBl Nr. 490/2020 wurde festgelegt, dass die Schnittstellen (Plattformen) den Abgabenbehörden eines Landes oder einer Gemeinde auf Anfrage die Daten, die für die Erhebung von Abgaben auf die Nächtigung und sonstige (vorübergehende) Aufenthalte erforderlich sind, übermitteln müssen.

Die Anfrage ist über FinanzOnline einzubringen. Anfragen können erstmals ab 4.2.2021 für Daten, die das Kalenderjahr 2020 betreffen, eingebracht werden.

→ Anmerkung: Die elektronische Vermittlung von Urlaubsquartieren aller Art wird somit nicht nur der Finanzverwaltung, sondern auch den von der Vermietung betroffenen Ländern und Gemeinden bekannt. Damit steigen vermutlich nicht nur statistisch die Nächtigungszahlen, sondern auch die regionalen Ortstaxen.


Aus der  [„Umsatzsteuer Aktuell“ Ausgabe 191/Jänner 2021]

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