Kleinunternehmerregelung – Option zur Regelbesteuerung

Der Beschwerdeführer optierte im Jahre 2007 zur Regelbesteuerung und meldete die Aufgabe seines Unternehmens per 31.12.2014. Ein Widerruf der Option zur Regelbesteuerung erfolgt nicht. Auch im Jahre 2015 war der Beschwerdeführer jedoch noch beratend tätig und stellte dafür zwei Honorarnoten. Diese Einnahmen wurden zwar in der Einkommensteuererklärung 2015 erfasst, jedoch nicht der Umsatzsteuer unterworfen. Das Finanzamt ging davon aus, dass weitere unternehmerische Tätigkeiten vorlagen. Die erzielten Entgelte von netto € 2.979,17 waren daher umsatzsteuerpflichtig. Dagegen richtete sich die Beschwerde.

BFG-Erkenntnis vom 28.4.2020, RV/7104772/2017: Die unternehmerische Tätigkeit war zum 31.12.2014 als noch nicht beendet zu beurteilen. Der Beschwerdeführer war beratend tätig gewesen und es standen auch diese Leistungen mit seiner bisherigen Tätigkeit in einem gewissen Zusammenhang. Diese Beratungsentgelte waren daher umsatzsteuerpflichtig. Das verrechnete Sitzungsentgelt im Zusammenhang mit einer Ausschusssitzung stellte jedoch eine steuerfreie Vergütung gem. § 6 Abs. 1 Z 9 lit b UStG dar. Der Beschwerde wurde somit teilweise stattgegeben.

Aus der  [„Umsatzsteuer Aktuell“ Ausgabe 185/Juli 2020]

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