Grenzüberschreitung mit Bargeld

Grenzüberschreitungen in die EU bzw. aus der EU gelten im Normalfall als „im freien Verkehr“ erfolgt, allerdings mit einer Reihe von Ausnahmen. Die auch in Österreich geltende EU-Verordnung EG Nr. 1889/2005 sieht für Reisende in die EU bzw. aus der EU eine Pflicht zur Anmeldung beim Zollamt vor, wenn der Reisende Barmittel von € 10.000,– oder mehr mit sich führt. Nach den Informationen des BMF ist diese Anmeldung der Barmittel beim Zollamt mit Anmeldeformular ZA 292 vorzunehmen.

Barmittel sind neben Bargeld (Banknoten und Münzen als Zahlungsmittel) auch Zahlungsmittel mit Inhaberklausel, wie z.B. Reiseschecks oder andere übertragbare Papiere, auch wenn der Name des Zahlungsempfängers fehlt, und auch Gold und andere Edelmetalle.

Keine Barmittel sind Währungen, die als Zahlungsmittel nicht mehr gültig sind, ebenso Sammlermünzen und Edelmetallmünzen, sowie Kasino-Spielmarken.

Meldepflichtig ist jede natürliche Person, die in die EU einreist oder aus der EU ausreist und Barmittel von € 10.000,– oder mehr mit sich führt.

Aus der BBi – Bilanzbuchhalter-Info 07/Juli 2019

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