Fremdwährungsdarlehen und Konvertierungsverluste

Der Beschwerdeführer erhielt im Jahre 2004 einen betrieblichen Kredit in Schweizer Franken, im Jahre 2005 einen weiteren betrieblichen Kredit in Schweizer Franken. Unter Berücksichtigung der Spesen entstand bei der ersten Tilgung im Jahre 2014 ein Kursverlust von rund € 4.300,– und bei der zweiten Tilgung im Jahre 2015 ein Kursverlust von rund € 60.000,–.

Das Finanzamt reduzierte die Konvertierungsverluste aus den beiden betrieblichen Fremdwährungskrediten als Betriebsausgabe auf 50 %. Das wurde damit begründet, dass realisierte Wertsteigerungen aus einem betrieblichen Fremdwährungsdarlehen gem. § 27a Abs. 1 EStG dem besonderen Steuersatz von 25 % unterliegen würden.

Ein negativer Überhang dürfe nur zu 50 % ausgeglichen werden.

Dagegen richtete sich die Beschwerde.

Das BFG entschied mit Beschluss vom 26.8.2021, RV/5101409/2017, dass es sich bei den betreffenden Fremdwährungsverbindlichkeiten um keine Wirtschaftsgüter handelt, deren Erträge Einkünfte aus der Überlassung von Kapital sind. Die gegenständlichen Konvertierungsverluste sind daher zur Gänze abzugsfähig.

Der Beschwerde wurde somit stattgegeben.

Aus der „BBi Bilanzbuchhalter-Info 11/November 2021

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