Vorsteuererstattung – Termin 30.6.2018

Rückstattungsanträge von ausländischen Unternehmern mit Sitz außerhalb der EU (und keine Betriebsstätte in Österreich) betreffend österreichische Vorsteuern für 2017 können nur noch bis 30.6.2018 beim Finanzamt Graz-Stadt eingereicht werden. Diese Unternehmer dürfen keine Umsätze im Inland erzielt haben oder nur steuerfreie Umsätze gem. § 6 Abs. 1 Z 3 UStG (bestimmte Güter- bzw. Personenbeförderungen) oder nur solche, für welche die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger übergeht (Reverse Charge) oder nur elektronische Dienstleistungen vom Drittland aus an Nichtunternehmer mit der Sonderregelung des § 25a UStG.

Erforderlich sind das Formular U5 und bei erstmaliger Antragstellung auch der Fragebogen Verf 18, sowie die Unternehmerbestätigung U70. Sämtliche Belege einschließlich der Belege über die entrichtete EUSt müssen dem Antrag im Original beigelegt werden.

⇒ Achtung: Die Frist 30.6.2018 ist nicht verlängerbar!

Erstattungsfähig sind nur in Österreich angefallene Vorsteuern, die gem. § 12 UStG abzugsfähig sind. So sind z.B. PKW-Vorsteuern im Normalfall nicht abzugsfähig.

Stellen österreichische Unternehmer solche Anträge auf Vorsteuererstattung in Drittländern (z.B. in Norwegen oder in der Schweiz), endet die Antragsfrist für Vorsteuervergütungen 2017 ebenfalls bereits am 30.6.2018. Die Erstattung richtet sich nach den Vorschriften des betreffenden Staates.

[„Umsatzsteuer Aktuell“ Ausgabe 160/Juni 2018]

 

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