Bulimie und außergewöhnliche Belastung

Die Aufwendungen eines an Bulimie Erkrankten für den erhöhten Konsum von Lebensmitteln, hervorgerufen durch Brechattacken, wurden vom Finanzamt nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt, da die Ausgaben für Lebensmittel nicht außergewöhnlich seien.

Der Verwaltungsgerichtshof entschied mit Erkenntnis vom 31.5.2017, Ro2015/13/0023, dass diese Aufwendungen als außergewöhnlich zu werten sind, da durch das ständige Erbrechen ein Vielfaches an Nahrungsmitteln konsumiert werden musste, um den Körper den lebensnotwendigen Nährwert zuführen zu können. Damit wurde eine außergewöhnliche Belastung unter Berücksichtigung des gesetzlichen Selbstbehaltes anerkannt.

Aus der BBi – Bilanzbuchhalter-Info 11/November 2017

Kommentare sind geschlossen.

Lade ...